
Montag:
In Rollenarbeit haben Johannes und ich unsere neuen Rollen vorgestellt, was mehr oder weniger gut klappte. Danach folgte eine Übung: Wir haben den ganzen Raum mit Requisiten voll gestellt und durchliefen diese Übung in verschiedenen Stufen. Zunächst sollten wir einfach nur still für uns spielen und uns dafür Requisiten aussuchen. Als nächstes nahmen wir Sprache dazu und kommentierten die Aktionen. Danach sollten wir miteinander spielen und normal dabei sprechen. Zum Schluss sollte jeder langsam während des Spielens über Subtext zum normalen Text wechseln und letztendlich während der Aktionen dann jeder nur noch bei seinem Rollentext bleiben und damit spielen.
Dienstag:
Es war soweit, wir hatten unsere vorerst letzte Tanzstunde mit Nora, weil sie aufgrund ihrer Verletzung erst einmal eine Weile ausfällt. Zum Abschluss machten wir noch einmal gründlich Tai-Chi und danach Übungen an der Stange, die sich bei einigen sicher
wieder erst am nächsten Tag bemerkbar machten ;-). Zum Schluss wurde noch weiter an der Spanien-Choreografie gefeilt und zum Abschluss dieser ging jeder spontan mit einem Partner zusammen, mit welchem dann weiter improvisiert wurde. In Rollenarbeit haben wir jeweils in zweier Gruppen weiter an unseren neuen Texten gearbeitet.
Mittwoch:
OH OH OH, wie beschreibt man den Mittwoch… ???!!!!! Man kann sagen, dass er sehr viel anders als erwartet verlief. Alles fing an diesem Tag so gut an und viele waren super drauf. Aber dieser Tag war das beste Beispiel wie schnell Stimmungen vorerst kippen können. Wir bekamen schon ein paar Tage vorher von Herrn Leitzinger den Auftrag mit dem ersten Jahrgang zusammen den Requisitenraum komplett aufzuräumen und alles neu zu ordnen. Vor dem Unterricht wurde dann zur Sprache gebracht, wann wir das anpacken könnten. Geeinigt wurde sich auf Freitag, allerdings gab es Unstimmigkeiten ob nun morgens oder abends. Es wurde sich darauf geeinigt mit den Einsern abzustimmen und die Aktion fiel auf Freitagmorgens um acht. Bis dahin war innerhalb unserer Klasse die Stimmung so negativ das, als uns Herr Leitzinger darauf ansprach, soviel Negatives hoch kam und plötzlich eine riesen Diskussion entstand. Die Themen wechselten und viele Missverständnisse mussten geklärt werden. Letztendlich konnte an dem Tag kein Unterricht mehr gemacht werden und jeder sollte sich seine Gedanken machen. Damit war das offiziell abgeschlossen und sollte auch ruhen. Ich persönlich hoffe, dass das auch von jedem eingehalten wird, auch wenn sich manche noch schlecht behandelt fühlen oder gar unbefriedigt den Raum verließen, ist es wichtig auch mal etwas ruhen zu lassen, Respekt voreinander zu bewahren und sich auch mal in die Position des anderen hineinzuversetzen. Im Endeffekt lernen wir ja aber auch nichts anderes in unserem Beruf! Aber ich denke, dass an diesem Tag trotz allem niemand leer nach Hause ging und jeder viel dazu lernte. Es ist eben nicht immer leicht miteinander umzugehen und berufliches und privates zu trennen, wenn man seine Klasse besser kennenlernt als einen Teil seiner eigenen Freunde!
Donnerstag:
In Sprecherziehung machten wir Übungen für die Atmung und auch welche dafür in unterschiedlichen Bewegungsstufen zu sprechen ohne dass es dabei Einfluss auf die Stimme nimmt. Danach widmeten sich beide Gruppen wie immer ihren Kinderprojekten was wieder viel Freude bereitete, gerade weil es eine Abwechslung zum normalen Unterricht ist, man aber auch viel dazu lernt. Man merkt jede Woche aufs Neue wie unbefangen die Kinder noch sind und, im Gegensatz zu uns, oft offener an neue Dinge herangehen.
Freitag:
Jap, tatsächlich waren viele um Punkt acht da und es konnte losgehen mit dem Requisitenraum. Mittlerweile ist er so ordentlich, dass man ungewöhnlich viel Platz hat und alles fast schon zu übersichtlich ist
Ich wäre ja dafür hierüber ein vorher - nachher Filmchen zu drehen oder Bilder zu machen und hier zu zeigen :-). Leider fällt mir das auch erst jetzt, wo es schon zu spät ist, ein. Jedenfalls organisierte unser Jahrgang vorher noch ein Frühstück für uns alle - eine Stärkung fürs Aufräumen. Das kam auch gut an, zumindest bei uns selbst. Natürlich hatten wir an dem Tag aber auch noch Unterricht, nämlich Sprecherziehung und dort machten wir Artikulations- sowie Zungenlockerungsübungen und arbeiteten mit den noch nicht dran gewesenen am „Pfirsichkauf“, dem Gedicht von letzter Woche. Zum Abschluss nahm sich noch jeder den Satz „wer weiß wohl wo wir walten“ vor und übte sich daran ihn so laut und wohl artikuliert von sich zu geben, dass man ihn auch noch aus einem anderen Raum klar und deutlich verstehen konnte. Nach Gesang ging es ins Wochenende.